Post Ohlsdorf
Es wird schon länger darüber diskutiert, dass Ohlsdorfer Postamt soll geschlossen werden. Um dem Aussterben des Ortszentrums entgegenzutreten, und wegen der einmaligen Chance neben dem Gemeindeamt ein Gebäude zu erwerben, entschied sich der Ohlsdorfer Gemeinderat in seiner letzten Sitzung mit einer breiten Mehrheit, sich selbst um die Postpartnerschaft und das Gebäude zu bewerben.
Es wird eine ausgelagerte Bürgerservicestelle nach Gmundner Vorbild entstehen, die den Post-Paketdienst mitbetreut. In Zukunft wird es möglich sein, den alltäglichen Parteienverkehr in dieser Servicestelle abzuwickeln. Durch die Mieterträge im Obergeschoss (Schaltzentrale der Telekom) und Posterträge sollte dieser Kauf zum Teil finanziert werden können. Die langfristige Alternative für diesen Ankauf wäre ein Gemeindezubau. Hierzu gibt es bereits eine Entwurfsplanung mit Kostenschätzung, diese Variante wäre aber um vieles teurer. Auf einen Zubau kann nun verzichten werden.
“Die Gemeinde muss aufpassen nicht alle Aufgaben an sich zu reißen“ meint FP-Obmann Wolfgang Schögl zum Thema “aber da sich sonst kein Postpartner im Ort gefunden hat, tragen wir diese Entscheidung mit.“
Als einzige Fraktion spricht sicht sich die FP-Ohlsdorf gegen die sofortige Aufnahme eines neuen Gemeindebediensteten aus, da ihrer Meinung nach versucht werden muss, mit internen Umschichtungen den neuen Arbeitsbereich abzudecken.
„Verwaltungsreformen immer einzufordern ist uns zu wenig, jede Verwaltungseinheit sollte in ihrem Bereich darauf achten so effizient wie möglich zu arbeiten.“ meint Schögl weiter „Da sich künftig der Parteienverkehr auf einen eigenen Bereich reduziert, müssten doch freie Kapazitäten am Gemeindeamt entstehen. Weiters sind noch keine Öffnungszeiten und dadurch auch noch kein definitiver Arbeitszeitbedarf festgelegt worden.“
Laut Schögl sollten die Fixkosten der Gemeindeorganisationen, für die Erhaltung von finanziellen Spielräumen so gering wie möglich gehalten werden.
